Von Indien über den Iran nach Russland

InterRail India Pvt. Ltd. mit Sitz in Mumbai wickelt seit Kurzem Transporte von Indien nach Russland über den Nord-Süd Korridor ab. Die ersten Container gingen ab Bangalore nach Navasheva und von dort per Schiff über den Hafen Bandar Abbas, Iran, und weiter nach Vorsino, Russland, auf die Reise. Die alte Route verlief über Chennai und St. Petersburg und dauerte im Schnitt 45 Tage. Bei der Route über Bandar Abbas beträgt die Transportzeit zwischen 22 und 30 Tagen, was eine Reduzierung von 40 - 50% bedeutet.

Der regionale Fokus der indischen InterRail Gesellschaft liegt seit jeher auf Verkehren mit der GUS. Dabei werden multimodale Containerverkehre in der Kombination von Schiene/Strasse/See abgewickelt. Das Interesse an Verkehren über den Nord-Süd Korridor hat mit den Lockerungen der Sanktionen gegenüber dem Iran wieder zugenommen und es wird mit neuen Transitströmen aus Indien in Richtung Zentralasien wie auch nach Russland über den Iran gerechnet. Für Kunden in Indien mit Exporten in die GUS sind aber zwischenzeitlich auch Beförderungen über die Baltischen, die chinesischen und die Schwarzmeerhäfen interessant geworden.

"Wir sind wir auf dem indischen Markt als GUS Spezialist bekannt und wollen diese Position nicht nur halten sondern ausbauen, indem wir uns zum einen geographisch weiter ausdehnen aber auch noch stärker spezialisieren. Unser Land ist riesig und es gibt noch viel zu tun. Besonderen Wert legen wir auf den Netzwerkgedanken. Wir arbeiten zu 80% mit unseren eigenen Gruppenfirmen an den wichtigen Knoten- und Eintrittspunkten nach Russland und der GUS zusammen. Damit haben wir auch für unsere Schwesterfirmen innerhalb der TransInvest Gruppe ein interessantes Produkt geschaffen und hoffen, dass diese damit in Zukunft ebenfalls mehr Geschäft von/nach Indien akquirieren können", so das Fazit von Vijay Narayan, Geschäftsführer von InterRail India Pvt. Ltd.

Die indische InterRail Tochter blickt auf drei Geschäftsjahre als eigenständige operative Gesellschaft zurück. Gestartet hat InterRail in Indien im Jahr 2010 mit einem Delegationsbüro und hat heute acht Mitarbeiter. Im Mai d. J. eröffnete die Gesellschaft eine Niederlassung in Ahmedabad, um auch im festlichen Teil Indiens Fuss zu fassen. Indien stellt für die InterRail Gruppe schon seit Langem einen wichtigen und zukunftsorientierten Markt dar. Das Land, das Teil der sogenannten BRICS-Staaten ist, gehört zu den am schnellsten wachsenden Märkten der Welt und ist ein wichtiger Handelspartner Russlands und der anderen GUS Staaten.

Die indische Regierung unterstützt die wachsende Rolle des Eisenbahngütertransports auch. Den Zielen der Regierung zufolge soll sich der Anteil der Bahn am Güterverkehrsmarkt durch weitere Investitionen in Infrastruktur und rollendes Matetrial sowie die Einbeziehung des privaten Sektors stark erhöhen. Vor allem sollen Effektivität, Sicherheit, Pünktlichkeit und Wettbewerbsfähigkeit des Bahntransports gestärkt werden.

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